Nagellack-Meditation

Nagellack-Meditation | Jennifer Robionek

Dafür hab ich keine Zeit…

Wie oft höre ich diesen Satz, wenn es darum geht sich selbst etwas Gutes zu tun.

Handelt es sich nun um Schönheits-Rituale oder Momente der Auszeit. Beides zeugt von Respekt und Wohlwollen für sich selbst und wird doch so oft vernachlässigt.

Ich selbst kenne das Laufrad, in das wir so schnell geraten nur zu gut, aber mit etwas
Erfindungsreichtum kann man sich doch manchmal selbst austricksen.

Hier ein kleiner Tipp: Nagellack-Meditation, ein etwas spiritueller Blick auf dekorative Kosmetik.

Ich gehöre, ich gebe es zu, zu den Leuten, die nicht lange untätig sitzen können. Ich finde aber farbenfroh lackierte Fingernägel durchaus schön. Nun treffen hier zwei Dinge aufeinander, die schwer zu vereinbaren sind. Gut, es gibt zwar schon schnell trocknende Nagellacke auf dem Markt, doch auch die fordern eine gewisse Zeit des Nichtstuns und danach auch noch eine geraume Zeit, in der man nicht gerade Getränkedosen öffnen oder enge Hosen schließen sollte. So what?

Durch meinen aktiven Lebensstil – man hat ja auch immer was zu tun – habe ich nun auch eine gewisse Sehnsucht nach Kontemplation, Yoga, Wellness, Relaxen, Meditation, wie auch immer. Und so kam mir eines Tages beim ungeduldigen Nägel lackieren eine kleine Erleuchtung. Ich rief die Nagellack-Meditation ins Leben. Eine Entwicklung voll im Trend unserer Zeit. Aus zwei mach eins. Nun sollte man ja langsam anfangen mit Meditation und sich nicht überfordern.

Also, für den Anfang empfiehlt sich entweder ein heller Ton oder ein dunkler von hoher Qualität, der mit einem Auftrag seine ganze Wirkung entfaltet. Eine kleine Steigerung gibt es bei der Verwendung von Unterlack oder einer zweiten Schicht des farbigen Nagellacks. Was sich natürlich weiter steigern lässt durch Unterlack und zwei Schichten Nagellack. Dies wird dann nur noch getoppt durch eine schützende Schicht Überlack, das ist quasi die Meisterklasse.

Diese »gewonnene« Zeit ist ein guter Moment um mal in sich zu kehren, Bestandsaufnahme zu machen, sich aus dem Laufrad des Alltags zu nehmen. Allenfalls von einem Buch oder Musik begleitet, aber keinesfalls mehr.

Schönheits-Rituale, doch nicht bloß eitler Tant, sondern durchaus sinnvoll, etwas für Körper und Geist.

Leben Sie farbenfroh,
Ihre Jennifer Robionek

www.farben-froh-leben.de

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